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Alt 19.01.2009, 18:03
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AW: Spielstärke bei Schachcomputerprogrammen

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Hi,
ich habe eine Frage zu der Spielstärke von Schachcomputerprogrammen!
Wenn diese mit einem ELO-Wert von 2200 wie beim London Programm für einen 68020 angegeben ist, heißt dies, dass das London Programm auf allen Spielstufen (Normal, Turnier, Handicap usw.) und in allen Stufen (von 0 bis 9) mit diesem ELO-Wert spielt?
Wie werden dann die unterschiedlichen Spielstärken von Anfänger zu Normal und zu den anderen Spielstufen „erzeugt“ oder „realisiert“?
Würde mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrungen und/oder Erkenntnisse mitteilt!

Danke und einen schönen Sonntag noch,
Gruß Boris

Hallo Boris,

da es leider keine absolut "festen" Zahlen gibt (in der Praxis) zumindest, kann selbst ein Elolistenmäßig erfasster Spieler mit 2200 Elo mal spielen, wie einer mit 2400 und ein anderesmal spielt er vielleicht mit ach und krach wie einer mit 2000 Elo !
Bei einem Schachcomputer/Programm sieht man sowas regelmäßig: in einer Partie gewinnt er gegen einen, sagen wir mal, IM mit 2350 Elo spielend, nur um dann später gegen einen mit 2000 Elo geradezu naiv einzugehen.
Hier wäre natürlich die Analyse der Computer Partie wichtig, um zu erfassen, warum das Gerät die eine Partie überlegen gewonnen hat, und die andere regelrecht verhauen hat.
Ein Gerät mit 2200 Elo auf der Turnierstufe wird natürlich auf der schnellschachstufe eher zulegen (sofern es im Schnellschach gut ist) und wohl in der Regel auch über 2200 Elo kommen.
Das Große Problem bei Computern sind aber zwei Dinge:

1. das (fehlende) Strategieverständnis hier hat dein Gerät natürlich bei weitem keine 2200 Elo !

2. das Endspiel hier können nach wie vor keine menschlichen Maßstäbe eingesetzt werden, also wieder nix mit "Elo 2200" !

Einzig bei der Schachtaktik kann das Gerät 2200 Elo vorweisen.

Ferner:
selbst die schwedische Elo Liste vergibt dem Genius/London 68020 weit weniger als 2200 Elo. Oder täusche ich mich da ?

Aber wie auch immer:
die Geräte profitieren natürlich immer wieder von der menschlichen Kurzsichtigkeit und Einstellern.

Merke:

die Maschine ist langfristig blind (Horizonteffekt) !

Der Mensch ist aber dagegen oft kurzfristig Blind für oftmals grobe Versehen, was dem Rechner natürlich niemals passieren würde, sofern es in seinem Rechenhorizont auftaucht.



Gruß
Otto
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