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AW: Diskussion zur Aktivschach Elo Liste
Hallo Dirk,
na endlich. Ich hatte auf so einen Einwand gehofft. ![]() der ELO-Startwert (der ja irgendwie mit der schwedischen Liste korreliert) stellt für die gesamte Tabelle ein Niveau ein, der in etwa die Erfolgsaussichten gegen menschliche Spieler widerspiegelt. Sonst könnte man ja als Startwert auch 5000 oder 500 nehmen, oder?
![]() Man muss eigentlich zwischen zwei grundlegenden Varianten unterscheiden. Wollen wir ein Elo Liste, die die Erfolgsaussichten gegen Menschen charakterisiert oder wollen wir eine Liste, welche die Abstände der Geräte untereinander darlegt? Unsere Turnierliste zeigt die Abstände unter den Geräten auf. Um sie verständlicher zu machen, wählten wir menschliche Elo Vergleichswerte. Was aber im Umkehrschluss nicht zwingend als menschliche Elo Zahl angesehen werden darf. Wenn wir z.B. einen höheren Startwert (z.B. 2273) genommen hätten, würde der R30 beispielsweise bei 2644 und der Elite bei 2494 liegen. Ein Aufschrei wäre vorprogrammiert gewesen, weil viele sagen würden, diese Werte sind doch viel zu hoch. Was aber im Grunde unsinnig wäre, da sich der Abstand zwischen dem R30 und Elite nicht geändert hat, sprich die von dir angesprochene Vorhersage eines Spielergebnisses aufgrund der Abstände (nicht die Elo Zahl ist wichtig, nur der Abstand lässt Vorhersagen zu) wäre nach wie vor der Gleiche. Das Beispiel (ist interessanterweise kein fiktives, sondern ich habe sehr wohl Zuschriften bekommen, wo ich auf zu hohe Werte hingewiesen wurde) zeigt aber, dass man zwangsläufig auf die menschlichen Elo Zahlen zurückgreift bzw. sich an diesen orientiert, d.h., wenn du die Aktiv Elo Liste als Tabelle ansiehst, welche die Erfolgsaussichten gegen menschliche Spieler darstellt, kommen wir sehr wohl auf meinen Einwand zu sprechen. Zitieren:
Ich kann Deinen Ausführungen insofern schlecht folgen, als sie anzudeuten scheinen, die Spielstärke relativ zum Menschen würde bei kurzen Bedenkzeiten eher sinken. Nach meinen Erfahrungen wäre eher das Gegenteil der Fall.
![]() Zitieren:
In diesem Zusammenhang muß man sehen, daß eine ELO-Zahl für sich eigentlich keine große Aussage hat. Nur der Vergleich zweier ELO-Zahlen läßt eine Vorhersage des Spielergebnisses zu.
Leider ist auch die menschliche Spielstärke, mit der wir zumindest die Turnierliste kalibriert haben, bei abnehmender Bedenkzeit nicht konstant, sondern nimmt ab. Zitieren:
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn wir tatsächlich die Aktivschachliste auf ein Niveau einpendeln wollten, das der "tatsächlichen Spielstärke, verglichen mit dem Turnierschach" entspräche, bräuchten wir aufwendige Vergleiche (m.E. auch mit menschlichen Spielern bei unterschiedlichen Bedenkzeiten), um die Liste zu kalibrieren. Und das Ergebnis würde mit ziemlicher Sicherheit ein wenig merkwürdig aussehen.
Und uns kommt es doch in erster Linie darauf an, die relativen Unterschiede zwischen den Geräten herauszuarbeiten?! (Und nicht, wie viel schwächer die Computer generell bei kürzeren Bedenkzeiten verglichen mit Turnierbedenkzeiten spielen?!) Mir ging es nur um Punkt, dass es nicht zu dem von mir beschriebenen Aufschrei kommt, wenn in unserer neuen Elo Liste auf einmal z.B. der RISC auf Position1 mit 2500 Elo steht. Zitieren:
Deshalb würde ich mich dem Vorschlag von Bernhard anschließen, den gleichen Startwert für beide Listen anzunehmen.
Viele Grüße, Micha |
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AW: Diskussion zur Aktivschach Elo Liste
Hallo Stefan,
![]() Jetzt aber zum Problem des Startwertes. Ich stimme zu, daß es günstig wäre den gleichen Startwert zu wählen wie für die Turnierschachliste und es wäre auch für mich einfacher zu bearbeiten. Aber...
Leider NEIN! Wir stoßen wir in unserem Fall auf ein Problem. Bekanntlich wird unsere Turnierliste bei jeder Berechnung kalibriert, d. h. es wird der gewichtetet Mittelwert aller in der aktuell in der Liste vorhandenen Geräte als Startwert verwendet. Und genau hier liegt das Problem, denn die Geräte in der Turnierliste sind, wie wir mittlerweile nach der ersten Sichtung wissen, nicht mit denen in der Aktivschachliste identisch. Wenn ich mir die aktuelle Liste für Aktivschach so anschaue wird mit Sicherheit ein niedrigerer Startwert herauskommen als für die Turnierliste, da einige der Top-Geräte fehlen, dafür aber die Mittel- und Unterklasse besser besetzt ist. Aber wenn die noch reinkommen, dann sollten sich die beiden Startwerte doch annähern (gleich werden sie wohl nie werden, da die Besetzung der Aktiv-Liste nie exakt der Turnier-Liste entsprechen wird) Habe ich das so in etwa richtig verstanden? viele Grüße, Robert |
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AW: Diskussion zur Aktivschach Elo Liste
![]() Hallo Stefan,
Stimmt, es fehlen z. B. die 68030-Richard-Lang-Versionen und der R30! Aber wenn die noch reinkommen, dann sollten sich die beiden Startwerte doch annähern (gleich werden sie wohl nie werden, da die Besetzung der Aktiv-Liste nie exakt der Turnier-Liste entsprechen wird) Habe ich das so in etwa richtig verstanden? viele Grüße, Robert richtig, aber es bleibt noch das Problem der Gewichtung, d. h. es geht die Anzahl der gespielten Partien jedes Gerätes ein. Das würden wir wohl nie schaffen. Also ich würde bei meinem Vorschlag bleiben wollen. Aber vielleicht hat ja noch jemand ein bessere Idee ![]() Gruß Stefan |
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AW: Diskussion zur Aktivschach Elo Liste
![]() Wird ein Schachcomputer mit sinkender Bedenkzeit schwächer oder nicht? Oder spielt er vielleicht sogar stärker auf?
ich glaube wir sind uns gar nicht so uneinig. Wenn man davon ausgeht, daß man bessere Züge macht, wenn man mehr Zeit zur Verfügung hat, müßte im Umkehrschluß die Spielstärke bei geringerer Bedenkzeit sinken. Für Schachcomputer kann man das sogar nach der bekannten Formel (70 Elo pro Verdoppelung) ausrechnen: Im Aktivschach müßte ein Schachcomputer im Schnitt ca. 180 Elo schwächer sein als im Turnierschach. Da Menschen mit kürzerer Bedenkzeit immer mehr Probleme mit den Rechnern haben, müßte dieser "Verdoppelungswert" bei Menschen deutlich größer sein. Aber niemand wird auf die Idee kommen, einen Computer auf Aktivschachstufe gegen einen auf Turnierstufe spielen zu lassen, so daß die 180 Elo Differenz eigentlich niemanden interessieren dürften. Da dürfte es schon mehr Sinn machen, eine Normierung zu den "menschlichen" Zahlen zu versuchen, was dann zu einer Steigerung der Computerzahlen im Schnellschach führen würde. Aber dann stellt sich die Frage, wie diese Normierung durchzuführen ist. Da das kaum mit vertretbarem Aufwand statistisch signifikant hinzukriegen ist, habe ich empfohlen, einfach das Turierzahlenniveau beizubehalten. (So weit das möglich ist, Stefan hat da ja in einem anderen Posting dieses Threads einen interessanten Hinweis gegeben.) Viele Grüße, Dirk |
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