Hallo zusammen!
mein Name ist Thorsten Czub.
Ich bin 1978 oder so in die Computerschachszene gekommen.
Schuld war mein Kumpel Alexander. oder besser, das seine Tante bei karstadt oder Horten oder Hertie arbeitete.
Dadurch bekamen wir über seine Mutter den ersten Schachcomputer zu Testzwecken ins Haus. einen MK1. Den haben wir erst mal zu einigen BALKEN gebracht, die er sich immer nehmen mußte wenn er nicht weiter wußte.
Es kam wie es kommen mußte. Immer zahlreicher wurden die Schachmaschinen.
Axel hatte einen Challenger7 und bald einen MK5 und später sogar mit Philidor Modul. Leider war der dann nicht so spielstark, und die Verarbeitung des MK5 war auch nicht so solide wie gedacht.
Jeder der das Gerät mal auseinander hatte wird wissen was ich meine.
Bei mir kam der Delta 1 und dann ein CCSS3 und dann irgendwann Mephi I und II und III und ein Modular und dann gings weiter und weiter und weiter.
Ein Superconny, ...
Irgendwann kamen auch diese Homecomputer dazu. Und den Rest der geschichte kennt ihr ja.
Sie liefen den Schachcomputern den Rang ab.
Das einstmals einträgliche GESCHÄFT mit den KÄSTEN ging zurück und die Scharen von Business-Leuten die es ausbeuteten, verliefen sich.
Gottseidank - denke ich heute.
Die letzten überlebenden Hersteller von Schachcomputern haben heute eine überschaubare Palette von merkwürdigen Geräten, alles nix worüber man
in Begeisterung verfallen müßte.
Palms sind zu einer weiteren Konkurrenz geworden.
Und demnächst kommen noch Mobil-Telefone dazu die auch schach spielen.
Ist der Schachcomputer am Ende ?
Ich denke immer noch, das es möglich wäre einen gescheiten spielstarken und
auch fortschrittlichen auf den Markt zu bringen. Statt Eproms könnte man den Speicher in Flash-roms änhlich einem USB-Stick unterbringen, und genauso würde ich auch updates ermöglichen, über download vom internet,
oder USB oder IRDA.
Es müßte ein Sensorbrett anschließbar sein, und als Programmierer würde ich mir
VERSCHIEDENE vorstellen, d.h. das Gerät könnte ähnlich einem Palm
mit Programmen von Nitsche, Marin Hirsch und Kittinger gefüllt sein.
Es gibt sowas aber nicht . Weil es keinen Hersteller gibt der sich da einen Profit vorstellen könnte.
Früher habe ich immer mit meinen Schachcomputerfreunden Turniere veranstaltet. Wir trafen uns mit unseren "Schätzchen" und legten los.
Irgendwann war das wie gesagt überholt, da es entweder nix neues mehr gab oder weil keiner gegen die teuren Geräte ankam.
Der Markt verlor seine Breite, es machte weniger Spaß.
Ich habe dann alle meine Schachcomputer (da ich nie ein Sammler war)
verkauft.
Und mich auf ein anderes Hobby (Autos, konkret Citroen) verlegt.
Dort habe ich mittlerweile auch einige Erfahrungen und Käufe getätigt.
Viele meiner Bekannten die auch computerschach gemacht haben, hatten das Hobby an den Nagel gehängt. So machte es mir alleine auch nicht mehr soviel Spaß.
Und nun dachte ich: guckst du mal was die Szene so macht.
Wie ich sehe lebt sie noch. Und das freut mich natürlich.
Immer noch hoffe ich das man der Herstellung von Schachcomputern wieder etwas mehr LEBEN einhauchen könnte.
Ob man das hinbekommt ?
Zu meiner Person:
geboren bin ich 1966. Gehe also stark auf die 40 zu.
Gruß
Thorsten Czub
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