Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Rasmus für den nützlichen Beitrag: | ||
Mythbuster (01.02.2019), RetroComp (01.02.2019) |
|
||||||||||||
AW: Neue Schachcomputer
Hallo Rasmus,
eine grundsätzlich gute Idee ... allerdings kann man auch behaupten, dass zumindest am Millennium King die Community einen sehr großen Anteil hat! Zumindest dieser Hersteller hat sein Ohr sehr nah an dieser Community und hat auch bereits diverse Zukunftspläne ... ich bin mir sicher, dass man dort alles, was hier geschrieben wird, dankbar aufnehmen wird. Gruß, Sascha
__________________
This post may not be reproduced without prior written permission. Copyright (c) 1967-2025. All rights reserved to make me feel special. :-) |
Folgender Benutzer sagt Danke zu Mythbuster für den nützlichen Beitrag: | ||
Rasmus (01.02.2019) |
|
||||
AW: Neue Schachcomputer
Also, selbst wählbare Figuren gibt es bei Certabo, wo man das RFID-Set auch ohne Figuren bekommt. Damit kann man sich jedes Set entsprechend umrüsten, insbesondere nämlich auch Luxus-Schachsets nach eigenem Geschmack.
Beim Rest scheitert das an den technischen Realitäten. Für eine UCI-Engine braucht man ein Betriebssystem, so daß "bare metal"-Software keine Option ist. Da wären etwa Rev II, Pewa Grandmaster oder DGT Pi zu nennen, wo das umgesetzt wurde. Das ist dann aber auch nicht mit 100 MHz zu machen, denn damit bekommt man kein Linux ans Laufen. Zudem kann man auch nicht einfach eine UCI-Engine reinkopieren, weil Linux keine Binärkompatibilität kennt, und schon gar keine langjährige. Idealerweise kompiliert man auf dem Zielsystem, was aber kein Endkunde tun will. Selbst das geht aber nur begrenzt, denn wenn eine Engine neuere Features nutzt als der Compiler kann, müßte man den Compiler updaten. Das zieht Kreise, und am Ende muß man das ganze Linux updaten. Das wiederum scheitert daran, daß man embedded kein Mainline-Linux hat, sondern ein Board Support Package des Boardherstellers. Weil ARM eben nicht wie x86-PCs weitgehend standardisiert aufgebaut ist, sondern jedes ARM-SOC (system on chip) wieder anders ist. Das ist nicht nur bei Schachcomputern ein massives Ärgernis. Bei Windows laufen saubere Win32-Anwendungen aus Win95-Zeiten heute noch, aber das würde einen x86-Prozessor erfordern - schon weil Binaries für ARM-Windows ein noch größerer Exot sind als ARM-Windows selber. Mit x86 muß man aber dauernd neue Produkte machen, weil die CPUs nicht langfristig lieferbar sind. Speziell Intel hat sich im embedded-Bereich völlig unmöglich gemacht, weil sie Produkte gerne mal abkündigen und keine langfristige Planung möglich ist. Abgesehen davon kostet Windows auch noch Royalties. Selbst wenn man dann UCI-Engines installieren kann, ist bei einem Schachcomputer die Benutzerführung immer ein Problem. Jede UCI-Engine kennt außer den Standardkommandos noch diverse eigene, besonders zur Drosselung. Gut, das könnte man mit GUI und Touchscreen lösen und dann.. hätte man dasselbe, was man jetzt mit einem Smartphone und einem elektronischen Brett auch schon hat. Der Grund, wieso PCs in den 90ern die Ära der Schachcomputer beendet haben, war gerade der, daß man für dasselbe Geld bei PCs universellere und besser bedienbare Geräte bekam. Schachcomputer kauft man heute nicht "deswegen", sondern "trotzdem". |
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Rasmus für den nützlichen Beitrag: | ||
Mythbuster (01.02.2019), RetroComp (01.02.2019) |
|
||||||||||||
AW: Neue Schachcomputer
Ich stelle mir das so vor: Ich stelle mein normales Holzschachspiel hin. Und dahinter ein Gerät mit Frontkamera und Display dem Brett zugewandt. Die Software erkennt über die Frontkamera (!) die Position der Figuren, so wie ein DGT-Brett. Und die Software ist bei Arena/ChessBase etc. als externes Brett angemeldet, d.h. meldet erkannte Züge an die GUI. Die GUI zeigt die Züge wiederum über das Display an und/oder meldet sie über die Sprachausgabe. Im Moment würde das ganze neben dem Winkel der Frontkamera noch an Algorithmen scheitern. Im Schach gibt es heute nur eine sehr primitive optische Erkennung der Stellung auf dem Brett. Die Kamera muss eine feste, unrealistisch hohe Position haben. Das Brett muss 1:1 wie im Programm vorgesehen sein. Es wäre ein Algorithmus möglich, der eine Schachstellung selbst aus einem ungünstigen Winkel noch sicher erkennt, zumal ein Schachbrett nicht so chaotisch ist und viel weniger unterschiedliche Objekte enthält, als die reale Welt. Ich habe mal ein Foto angefügt, wie ich mir so ein SetUp in etwa vorstelle. Geändert von Theo (16.02.2019 um 12:51 Uhr) |
|
||||||||||||
AW: Neue Schachcomputer
Um die Idee eines kreativen Schachcomputers der Zukunft weiterzuspinnen, der dem Benutzer die Wahl des Schachbrettes und Figuren überlässt und Euch für heute Abend endgültig zu verstören, hier noch eine Idee zur Anzeige der Computerzüge, die Technologie ist in extrem hoher Auflösung bereits vorhanden, für Schach bräuchte man das in rudimentär:
Zusammengefasst: Gerät mit Display, Kamera und Beamer, jeweils einfache Qualität. Hardware etwa wie Raspberry Pi. Gerät wird hinter dem Brett auf einem kleinen Ständer positioniert, die Kalibrierung macht es über die Kamera und Objekterkennung selbst. |
|
||||||||||||
AW: Neue Schachcomputer
Auf die Gefahr hin, mit mir selbst zu reden: ich hatte mich gestern hingesetzt und mit zwei verschiedenen Schachsets ein paar Schachpartien eingespielt und automatisiert nach jedem Halbzug einen Schnappschuss von der auf das Schachbrett gerichteten Webcam machen lassen.
Dann wurden die jeweils 64 Felder ausgeschnitten und beschriftet. Das lief weitgehend automatisiert, es sind viele tausend Bildschnipsel von Feldern geworden. Mit den Bildschnipseln wurde ein einfacher Algorithmus antrainiert und er erkennt die Figur unten mittig auf etwa 98% der Schnipsel richtig. Sogar wenn Figuren teilweise verdeckt sind, stellt das kein Problem dar. Die Idee ist, die Kamera als günstigen Brett-Sensor für einen innovativen Schachcomputer zu nutzen. Technisch ist da sicher möglich. Immerhin wäre man da frei in der Wahl des Brettes und nicht an z.B. das DGT-Brett gebunden. PicoChess und CT800 würden mir da einfallen. Elektronisches Schachbrett für jedermann ![]() Bild1: wie die Kamera das Brett sieht Bild2: Ergebnis der Schnipsel-Erkennung: weißer Bauer wird trotz Verdeckung erkannt (wP = white Pawn = weißer Bauer) Bild3: Falscherkennung: schwarzer Springer wird als Läufer erkannt (bB = black Bishop = schwarzer Läufer) Bild4: Interne Erkennung: in den meisten Fällen ist sich der Algo sehr sicher (Werte nahe 1.00), bei der Falscherkennung Springer/Läufer war er sich unsicher, ob Springer, Läufer oder König. Geändert von Theo (16.02.2019 um 16:04 Uhr) Grund: bessere Beispiele |
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Theo für den nützlichen Beitrag: | ||
applechess (16.02.2019), Hartmut (16.02.2019) |
![]() |
|
|
![]() |
||||
Thema | Erstellt von | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
Frage: Umfrage-Quiz: Neue stärkere Schachcomputer:Wohin soll die Reise gehen? | Egbert | Die ganze Welt der Schachcomputer / World of chess computers | 58 | 30.01.2016 13:57 |
Info: Kurts Schachcomputer + Schachcomputer.info | Chessguru | News & Infos - Forum + Wiki | 24 | 07.07.2009 21:46 |
Frage: Neue Schachcomputer 2007? | bretti | Die ganze Welt der Schachcomputer / World of chess computers | 3 | 04.06.2007 17:18 |